Das Institut für Gute Laune sucht Omas

Omas backen den besten Kuchen. Das zeigen unsere Forschungsergebnisse. Deshalb suchen wir für das Kuchenkonzert am 18. Oktober im Deutschen Hygiene-Museum Dresden Omas, die gerne und mit Liebe Kuchen backen.

Ein Tisch voller selbst gebackener Kuchen: Blechkuchen, Streuselkuchen und einzelne Stücke auf Tellern, dahinter die Schilder „Gäste“ und „Künstler“
Der Kuchentisch beim ersten Kuchenkonzert.

Das Institut für Gute Laune forscht an der menschlichen Begegnung. Eine unserer Forschungsfragen lautet: Wie reich könnten wir sein, würden wir uns immer nur beschenken? Das Kuchenkonzert ist einer der Räume, in denen wir das ausprobieren.

Beim Kuchenkonzert zahlt niemand mit Geld. Der Eintritt sind zwei Stück Kuchen: eines für dich, eines für die Künstler. Am Kuchentisch gibt es zwei Seiten, eine für die Gäste und eine für die Künstler, und dort stellt jeder beim Reinkommen seine beiden Stücke ab. Dann setzen sich alle hin, um 15 Uhr fängt die Musik an, eine knappe halbe Stunde, und danach wird der ganze Kuchen gemeinsam aufgegessen.

Blick in den Saal: links ein Tisch mit Kuchen, rechts sitzen Kinder und Erwachsene auf Stühlen und schauen zur Bühne
Links der Kuchentisch, rechts die Gäste. Beides gehört zusammen.

Wer mitgestaltet, ist Künstlerin

Künstler ist beim Kuchenkonzert nicht nur, wer auf der Bühne steht, sondern auch wer das Event mitgestaltet. Jeanette hat eines der Plakate für den 18. Oktober gemalt — damit ist sie offiziell Künstlerin des 4. Kuchenkonzerts und isst vom Künstlerkuchen. Musiker spielen eine halbe Stunde. Und ein Kuchen, der mit Liebe gebacken wurde und jemandem schmeckt, ist nichts Geringeres als ein Kunstwerk.

Handgemaltes Plakat mit der Aufschrift „Kuchenkonzert im Hygienemuseum, 18.10.26, 14:00“, darunter ein gemalter Kuchen, aus dem Notenschlüssel und Noten wachsen
Dieses Plakat hat Jeanette gemalt. Damit ist sie Künstlerin des 4. Kuchenkonzerts.

Darum unsere Einladung an die Omas von Dresden: Backt für uns. Ihr seid dann Künstlerinnen des Kuchenkonzerts, ihr sitzt auf der Künstlerseite, und euer Kuchen steht gleichberechtigt neben Musik und Plakat. Mehr braucht es nicht — keinen Eintritt, keine Anmeldegebühr, kein Mitbringen von zwei Stücken. Einen Kuchen. Eine Zutatenliste wäre gut wegen der Allergien.

Wir haben gemerkt, dass genau da etwas passiert: Wer selbst gebacken hat, kommt anders in den Raum. Nicht als jemand, der bezahlt hat und nun etwas geliefert bekommt, sondern als jemand, der etwas mitbringt und sich wünscht, dass es jemandem schmeckt. Genau diese Verschiebung in der Haltung ist es, die wir erforschen wollen — die Trennung zwischen Dienstleister und Konsument fällt weg, wenn alle etwas beigetragen haben.

Mehrere Menschen, Kinder und Erwachsene, stehen dicht um den Kuchentisch und teilen die Kuchenstücke untereinander auf
Nach der Musik wird aufgeteilt. Dafür stehen am Ende alle auf.

Der große Traum dahinter

Irgendwann möchten wir regelmäßige Kuchenkonzerte im Stadtforum machen, bei denen Schulklassen auftreten und die Omas der Stadt den Kuchen mitbringen. Dann begegnen sich zwei Generationen, die sich sonst selten in einem Raum wiederfinden, über etwas, das beide gut können: die eine Seite singt, die andere Seite backt. Der 18. Oktober ist ein Schritt in diese Richtung.

Das Kuchenkonzert am 18. Oktober

  • Wann Sonntag, 18. Oktober 2026 — 14 Uhr Einlass, 15 Uhr Konzertbeginn
  • Wo Deutsches Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden
  • Eintritt zwei Stück Kuchen — eines für dich, eines für die Künstler
  • Für Omas ein Kuchen, und du bist Künstlerin

Alles zum Kuchenkonzert: institutfuergutelaune.de/kuchenkonzerte

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