Wesenlesen
Ein Experiment in poetischer Aufmerksamkeit — Menschenbetrachtung, wie Goethe die Pflanze betrachtete: nach A. Schaumann.
Was ist Wesenlesen?
In unseren Workshops verbinden wir kunstvolle Beobachtung mit sozialer Forschung. Eine freiwillige Person wird zum „Modell“ — geht, steht oder handelt, während die Gruppe rund 60 bis 90 Minuten betrachtet und beschreibt, was sie wahrnimmt. Keine Urteile, keine Deutungen: Nur das Wahrgenommene zählt.
„Das Wesen zeigt sich am meisten in der Blüte.“ — Goethe
Wie funktioniert's?
Das Workshop wird als etwas nie Dagewesenes erlebt und wirkt gleichzeitig als das Natürlichste der Welt.
- Eine freiwillige Person wird zum „Modell“ — ihr Stehen, Gehen oder ihr Blick wird von den anderen wahrgenommen und besprochen.
- Urteilsfreies Beschreiben als Methode: Wir sammeln Eindrücke, was sichtbar wird — und fragen uns, welche Gesten das Wesen macht.
- Ein Raum entsteht, in dem Vertrauen und Aufmerksamkeit wachsen — und plötzlich wird etwas spürbar, das wir sonst übersehen.
Inspiriert von Goethes „Schauen“ und A. Schaumanns künstlerischer Menschenbetrachtung. Das Ergebnis: ein Raum aus Vertrauen, in dem sich das Wesen des Einzelnen entfalten kann — eine Übung der Wahrnehmung und eine nachhaltige Beglückung des Modells.
Was die Modelle danach erzählen
„Es ist, wie die innere Schatzkiste gefüllt bekommen.“
Teilnehmerin Katrin, nach dem Workshop
„Etwas in mir wurde gesehen, genährt, gespiegelt. Mein Wesen — fremd und doch vertraut — durfte sich zeigen.“
Teilnehmerin Thea, nach dem Workshop
Die Entdeckung
- Geschenkte Aufmerksamkeit wirkt wie Liebe — selbst wenn sie rein forschend ist. („Verschenkte Neugier nährt wie Zuneigung.“)
- Teilnehmerinnen berichten von überraschenden Aha-Momenten: „Es fühlte sich an, als würde ich beim Erblühen zusehen.“
- Die Beschreibung des eigenen Wesens von verschiedenen Menschen zu hören, wirkt beflügelnd und nährend.
- Die Wahrnehmungsübung verändert den Blick der Schauenden auf Menschen allgemein — hin zum Wesentlichen.
- Das „Modell“ erlebt sich selbst neu — durch die Augen anderer, ohne Bewertung.
Unsere drei Erfahrungsberichte
Drei Teilnehmerinnen haben aufgeschrieben, wie sich ihr Wesenlesen angefühlt hat.
- „Gehen“ — War das dann also schon eine Liebesbeziehung?
- „Stehen“ — War das dann also schon eine Liebesbeziehung? Teil 2
- „Der Blick“ — Menschenbetrachtung — Wesenlesen: Teil 3
Wir forschen weiter — bist du dabei?
Ein poetisches Experiment, das zeigt: Reine Neugier kann wie Liebe wirken. Möchtest du dabei sein — als Beobachterin oder als „Modell“?
Unverbindlich anmelden für Terminemail@institutfuergutelaune.de
Institut für Gute Laune