Faust gelöst

Der Komödie erster Teil

Goethes Faust bekommt eine neue Chance. Diesmal mit Goethe als Begleiter.

Das Buch „Faust gelöst“ auf einem Holztisch: zwei Gesichter im Profil in Blau und Gelb, die sich küssen

Worum geht es?

Die Engel haben genug. Wieder einmal ist Heinrich Faust an seiner großen Frage gescheitert, was die Welt im Innersten zusammenhält. Also schicken sie ihn noch einmal los, und diesmal geben sie ihm Goethe selbst mit, den Dichter und Naturforscher. Der zeigt dem verzweifelten Gelehrten eine andere Art zu forschen: mit Kopf und Herz, mit Staunen statt Zerteilen, mit Humor. Faust besucht ein seltsames Institut für Gute Laune und streitet mit Physikern über die Weltformel. Doch der Schlüssel liegt ganz woanders.

Der Schlüssel steht vor dem Süßigkeitenregal.

Er steht vor einem Süßigkeitenregal und kann sich nicht entscheiden: Margarete. Wo Faust nur Fragen hat, hat sie Antworten, nur weiß sie es selbst noch nicht. Mikroskop und Teleskop helfen Faust nicht weiter, Margarete schon. Denn erst durch sie lernt er, die Welt mit neuen Augen zu sehen, und sie ist es, die ihm am Ende die Antwort gibt. Diese Antwort muss man nicht nur denken, man muss sie tanzen.

Zeichnung: ein Teleskop, ein Mikroskop und eine Frau. Darunter steht: Das Instrument zum Erkennen der Welt ist der andere Mensch.
Das Lesezeichen zum Buch

Was dich erwartet

  • Eine Komödie in Versen, im Ton von Goethes Faust: leicht, verspielt, manchmal derb.
  • Faust, Goethe, Margarete, Mephisto und zwei Engel, die das Stück mit Vorspultasten steuern.
  • Eine Liebesgeschichte, die zugleich eine Geschichte über Erkenntnis ist.
  • Eine andere Idee von Forschung: Schönheit als Prüfstein der Wahrheit, Heiterkeit als Wegweiser.
  • Ein Buch zum Mitentscheiden: An zwei Stellen darfst du selbst vorspulen.
  • Mit Soundtrack: Lieder zu den Szenen zum Anhören.

Lies hinein

Sechs Auszüge aus dem Buch. Tippe auf einen, um ihn groß zu sehen.

Leseprobe: Faust trifft Margarete vor dem Süßigkeitenregal
Das Süßigkeitenregal
Leseprobe: Goethe erklärt, dass Kopf und Herz nur zusammen tanzen können
Kopf und Herz
Leseprobe: Margarete auf dem Nachhauseweg
Erklingen
Leseprobe: Goethe vergleicht Äpfel und Birnen
Äpfel und Birnen
Leseprobe: Mephisto tritt als Voland auf
Voland
Leseprobe: Goethe und Faust über die Aufgabe der Kunst
Wozu ist Kunst da?

Hör hinein

Zum Buch gibt es Lieder vom Singenden Klingenden Preibisch und der Gruppe Liebe, der Tanzkapelle aus dem Buch.

  • Mädchen vorm Süßigkeitenregal Die Szene im Laden, als Lied
  • Dummheit macht die Liebe laut Gespielt von der Gruppe Liebe
  • Unser Erkennungszeichen Das Lied zum Buchtitel
  • Radio-Interview mit Goethe Goethe erzählt von „Faust gelöst“, als Video Auf YouTube ansehen
Cover des Soundtracks: Faust gelöst – die musikalische Dimension. Der Singende Klingende Preibisch und die Gruppe Liebe
Das ganze Buch in fünf Minuten Mit Auflösung: Hier wird alles verraten.

In einem Satz

Faust bekommt eine zweite Chance, diesmal mit Goethe als Begleiter, und findet die Antwort auf seine große Frage nicht im Labor, sondern in der Liebe zu Margarete: Das Instrument zum Erkennen der Welt ist der andere Mensch.

Die Geschichte

Im Himmel. Die Engel Michael und Angelo tragen Fausts Seele, wie schon so oft. Faust ist wieder gescheitert an der Frage, was die Welt im Innersten zusammenhält. Angelo hat genug und hat eine Idee: Faust soll einen Begleiter bekommen, der Künstler und Forscher zugleich ist. Sie schicken Goethe selbst in sein eigenes Stück. Dann drücken sie auf „Play“.

Faust und Goethe. Faust ist verzweifelt. Er hat alles studiert und alles zerlegt, und trotzdem nichts verstanden. Goethe zeigt ihm eine andere Art zu forschen: verbinden statt zerteilen, staunen statt messen, und mit Kopf und Herz. Das Herz sagt nur „schön“ oder „nicht schön“, Ja oder Nein, aber es lenkt das Denken. Kopf und Herz sollen nicht streiten, sondern zusammen tanzen. Und noch etwas lernt Faust: Eine Antwort erkennt man daran, dass die Frage verschwindet. Und daran, dass man lachen muss.

Margarete. Vor einem Süßigkeitenregal sieht Faust Margarete, die sich nicht entscheiden kann, weil ihr alles gefällt. Faust hilft ihr mit klugen Fragen, und plötzlich geht es. Er hat die Fragen im Kopf, sie hat die Antworten im Gefühl. Sie ist das Gegenstück, das ihm fehlt.

Das Institut für Gute Laune. Goethe nimmt Faust mit in die Zukunft, in ein seltsames Institut. Dort herrscht Hutpflicht für doofe Hüte, es riecht nach Kuchen, Künstler forschen, und die gute Laune zeigt an, dass man auf dem richtigen Weg ist. Hier lernt Faust das Bild vom Puzzle: Jeder Mensch ist ein Puzzleteil mit Bedürfnissen und Fähigkeiten. Wo sie zusammenpassen, entsteht Beziehung, und die Freude hält sie zusammen.

Die Versuchung. Mephisto kehrt als „Voland“ zurück und sät Zweifel: Gefühle seien gefährlich, nur Zahlen, Studien und Beweise zählten. Faust wird unsicher und bringt Goethe zu den Physikern, die seit hundert Jahren die Weltformel suchen.

Bei den Physikern. Goethe verbindet ihre vier Grundkräfte zu einer einzigen. Alles strebt zum Schönen, zu dem Ort, an dem es nichts mehr will. Die Putzfrau Sofie Krause weiß längst, wie diese Kraft heißt, darf es aber nicht sagen. Den Physikern, sagt Goethe, fehlt das Weibliche: das Fühlen, das ihr Denken lenken könnte. Die Physiker lachen ihn aus, aber am Ende reimen sich auch ihre Worte, und die Idee keimt.

Die Antwort. Im Gasthaus spielt die Gruppe Liebe zum Tanz. Faust fragt Margarete, was die Welt im Innersten zusammenhält. Sie antwortet leise: „Vielleicht … die Liebe?“ Faust versteht: Die Liebe ist die eine Kraft in allem. „Der Apfel fällt … aus Liebe?!“ Dann findet er den Zauberspruch gegen die Angst: „Ich liebe dich.“ Die beiden tanzen, und sie zeigen sich einander, bis sie ganz frei sind.

Die Offenbarung. Mit dem liebevollen Blick sieht Faust die Welt neu: Alles tanzt, alles ist Beziehung. Die Erde ist ein lebendiger Organismus. Die Menschheit ist eine Pflanze, die noch nicht erblüht ist. Ihre Blüte wird die Kunst sein: eine soziale Kunst, in der jeder Mensch Künstler ist und gemeinsam eine neue Gesellschaft gestaltet wird. Am Ende lacht Faust und sieht auch sich selbst mit liebevollem Blick.

Und dann? Im Institut für Gute Laune warten Goethe, Beuys und der Erzähler auf die beiden. Sie sind das Puzzleteil, das noch fehlt: der ganze Mensch.

Die Gedanken des Buchs

  • Der andere Mensch ist das Instrument zum Erkennen der Welt. Für Faust ist das Margarete.
  • Der liebevolle Blick ist der Schlüssel zur Erkenntnis. Er hat Faust gefehlt.
  • Kopf und Herz, Mann und Frau, Angst und Liebe: Alle Gegensätze sollen tanzen, keiner muss siegen.
  • Eine Antwort ist gefunden, wenn die Frage verschwindet, und oft muss man dann lachen.
  • Die Liebe ist die Kraft, die die Welt zusammenhält.
  • Jeder Mensch ist ein Künstler, und die Menschheit wird durch die Kunst erblühen.

Der Titel

„Faust gelöst“ heißt zweierlei: Faust wird erlöst, und die geballte Faust öffnet sich zur Hand, die zum Tanz einlädt.


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Thomas Preibisch · Institut für Gute Laune · 2024 · 188 Seiten

Taschenbuch

Mit einigen farbigen Seiten. Erhältlich überall, wo es Bücher gibt.

ISBN 978-3-7598-3870-4

Oder mit der ISBN in deiner Buchhandlung.

Sonderausgabe

Alle Seiten in Farbe. Nur 100 Stück.

direkt vom Institut

Versand über unseren Shop Puzzlekuh auf Etsy.

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Die Rückseite des Buchs mit zwei Engeln, den Abspielknöpfen und dem Klappentext
Die Rückseite: die Engel mit ihren Abspielknöpfen

Das Institut für Gute Laune gibt es wirklich.

Im Buch führt Goethe den Faust durch ein seltsames Institut, in dem mit Kunst geforscht wird und die gute Laune anzeigt, dass man auf dem richtigen Weg ist. Dieses Institut gibt es, in Dresden.

Komm vorbei, zum Beispiel zum Kreativen Montag oder zu einem Kuchenkonzert.

Zeichnung einer offenen Hand mit einem Herzen in der Handfläche, darin steht: Handelt aus der Liebe. Auf den Fingern: soziale, bildende, klingende, spielende, erzählende Kunst.

Die Faust gelöst, um uns die Hand zum Tanz zu reichen.

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