Als ich Oliver vor ein paar Wochen in unserem Coloradio-Workshop fragte, ob es ein Thema gäbe, über das er gerne mal im Radio reden würde, sagte er: „Vorfreude“. Damals war ich darüber sehr verwundert und verstand gar nicht recht, was er mir damit sagen wollte. Als etwas später eine andere Künstlerin (Ria) im Rahmen unseres „Kreativen Montags“ mit einem kleinen Werk zu demselben Begriff ankam, begannen wir intensiver über die „Vorfreude“ nachzudenken und erkannten bald, wie entscheidend dieser Begriff für unsere Forschung an einem besser gelaunten Menschen ist.
Ein sehr wichtiger Unterschied zwischen einem gesunden und einem traurigen oder sogar depressiven Menschen (das gilt auch für die Gesellschaft) ist nämlich gar nicht so sehr die Häufigkeit der Freude in seinem Leben, sondern vielmehr die Zuversicht und seine Einstellung zum Morgen. So gesellte sich nun dieser neue Begriff der „Vorfreude“ neben die „Freude“, die der Kollege F. Schiller schon vor einer ganzen Weile abgeschleppt hat.
So lautet unsere neue Frage: Wie können wir einem Menschen dabei helfen, sich für seine Zukunft zu begeistern? Und diese Frage so zu formulieren, ist schon ein gewaltiger Schritt in Richtung Antwort.
Jeder von uns hat etwas beizutragen, etwas zu sagen oder zu tun, das andere dringend benötigen. Es wartet in den Tiefen deiner Besonderheit. Und es ist oft etwas so Neues, dass du es noch nirgends gehört haben kannst. Deswegen kann es dir auch Angst machen, es einfach so zu sagen oder zu tun. Die Kunst kann dir helfen, es zu finden, zu formulieren und es schließlich so zur Welt zu bringen, dass es jene, die es benötigen, finden können.
Komm doch mal vorbei beim „Kreativen Montag“, vielleicht können wir dir beim Suchen helfen. Wir freuen uns auf dich.
institutfuergutelaune.de/km/
